Bei einem Angriff auf einen Gefangenentransport nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 60 Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, überfielen Selbstmordattentäter und Bewaffnete einen Bus, in dem Häftlinge eines Gefängnisses saßen. Sie sollten vom Militärstützpunkt in Tadschi nach Bagdad gebracht werden. Bei den anschließenden Gefechten mit den Sicherheitskräften starben 52 Häftlinge und acht Soldaten, wie Behörden berichteten.

Militante hätten zunächst Mörsergeschosse auf Armeestützpunkte in der Stadt Tadschi abgefeuert, wo Terrorverdächtige inhaftiert gewesen seien, verlautete es aus Behördenkreisen. Daraufhin hätten Behörden aus Sorge vor einem Gefängnisausbruch die Einrichtungen evakuiert.

Als der Gefangenentransport durch eine abgelegene Gegend fuhr, explodierten am Straßenrand mehrere Bomben und Militante eröffneten das Feuer, wie es aus Polizei-, Militär- und Medizinerkreisen hieß. Bei dem Angriff seien auch acht Soldaten und sieben Häftlinge verletzt worden. Die Stadt Tadschi liegt rund 20 Kilometer nördlich von Bagdad.

Vor fast genau einem Jahr war bei Angriffen auf zwei irakische Gefängnisse 500 Insassen die Flucht gelungen.