Die drei Attentäter von Paris standen unmittelbar vor den Anschlägen in Kontakt. Amédy Coulibaly, der einen jüdischen Supermarkt überfiel, habe einen der Charlie-Hebdo-Attentäter in der Nacht vor dem Anschlag an dessen Wohnort getroffen, heißt es aus Ermittlerkreisen. 

Die Männer seien sich in Gennevilliers, einer nördlichen Pariser Vorstadt, begegnet. Dort lebte Chérif Kouachi, einer der beiden Charlie-Hebdo-Attentäter. Dies würde durch eine Aussage von dessen Frau sowie von Telefondaten bestätigt, die von der Polizei ausgewertet wurden.

Eine Stunde bevor Chérif Kouachi und sein Bruder Saïd am Vormittag des 7. Januar die Redaktion von Charlie Hebdo angriffen und zwölf Menschen töteten, sei von einem Handy nahe Chérifs Wohnung eine SMS an eine von Amédy Coulibalys 13 Telefonnummern gesendet worden. 

Coulibaly erschoss am Tag nach dem Charlie-Hebdo-Anschlag südlich von Paris eine Polizistin. Einen weiteren Tag später, am 9. Januar, nahm er in einem jüdischen Supermarkt vier Geiseln.

Die drei Attentäter wurden von der Polizei getötet. In Interviews und einem posthum veröffentlichten Video hatten sie angegeben, ihre Taten abgestimmt zu haben. Wie dies geschah, war bisher unklar.