Der Streik an den kommunalen Kitas endet nach Gewerkschaftsangaben frühestens Anfang kommender Woche. Dazu müssten sich die Arbeitnehmerseite und der kommunale Arbeitgeberverband VKA aber noch deutlich aufeinander zubewegen, sagte der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske. Die Arbeitgeber äußerten sich bislang nicht dazu.

Nach drei Wochen Streik hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften am Montag erstmals wieder in den Tarifverhandlungen zusammengesetzt. Die Gewerkschaften fordern eine höhere Eingruppierung der bundesweit rund 240.000 Erzieher und Sozialarbeiter, also eine generelle Aufwertung aller betroffenen Berufe. Aus Verhandlungskreisen hieß es, mit einem Gehaltsplus in einem niedrigen zweistelligen Eurobereich sei es wohl nicht getan. Die kommunalen Arbeitgeber weisen die Forderungen als unbezahlbar zurück. Sie hatte Verbesserungen unter anderem für einzelne Gruppen von Erziehern angeboten.

Bsirske bezeichnete die Verhandlungen als alles andere als einfach. "Immerhin hat es ja schon fünf Verhandlungsrunden gegeben", sagte er. Die Arbeitgeber hätten auch keine Vorschläge für den Sozialarbeiter-Bereich oder den Bereich der Behindertenhilfe vorgelegt. "Von diesem Ausgangspunkt sich auf einen Punkt zuzubewegen, bei dem eine Aufwertung des Berufsfeldes auch nachvollziehbar ist in seiner Breite, das wird das Kunststück sein, das wir bewältigen müssen."

Über ein Ergebnis wollen die Delegierten der Streikenden am Donnerstag in Frankfurt am Main beraten. Wenn eine Aufwertung klar nachvollziehbar sei, erwarte er von der Delegiertenversammlung die Empfehlung einer Annahme des Ergebnisses, sagte Bsirske. "Wir wollen alles dransetzen, jetzt in den Verhandlungen zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, um diesen Streik dann auch beenden zu können."