Papst Franziskus hat der Schaffung eines Gerichts zur Ahndung der Vertuschung von Missbrauchsfällen durch Bischöfe zugestimmt. Das Oberhaupt der Katholischen Kirche folge einer Empfehlung des neu gegründeten Gremiums gegen sexuellen Missbrauch durch Geistliche, gab der Vatikan bekannt. Demnach soll im vatikanischen Strafrecht auch ein Tatbestand des "Missbrauchs des Bischofsamts" eingeführt werden. 

Das neue Gericht soll bei der Glaubenskongregation angesiedelt sein und Bischöfe belangen können, die Fälle sexuellen Missbrauchs durch Geistliche in ihren Diözesen vertuscht haben. Dies fordern Missbrauchsopfer bereits seit Langem.

Die Katholische Kirche wird seit Jahren durch zahlreiche Missbrauchsfälle weltweit erschüttert. Hunderte Geistliche wurden bereits ihrer Priesterämter enthoben. Aber bislang ist kein Bischof wegen Vertuschung von Missbrauchsfällen aus dem Amt entfernt worden. Im April hatte Franziskus aber den Rücktritt eines US-Bischofs in einem solchen Fall angenommen. 

Der neue Mechanismus soll geschaffen werden, um Beschwerden des Amtsmissbrauchs gegen Bischöfe zu prüfen.