Nach der mutmaßlichen Brandstiftung in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) haben etwa 300 Menschen ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Sie versammelten sich am Abend spontan zu einer Mahnwache vor dem Gebäude, an dem in der Nacht zuvor das Feuer ausgebrochen war, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. Beteiligt waren auch Vertreter von Parteien, Kirchen und Vereinen.

In einer noch nicht fertiggestellten Flüchtlingsunterkunft in dem Ort hatte es in der Nacht zum Freitag gebrannt. Wie das zuständige Polizeipräsidium in Aalen mitteilte, wurde in einem von drei im Rohbau fertiggestellten Gebäuden in den frühen Morgenstunden des ersten Weihnachtstages ein Feuer entdeckt. Dieses sei mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Brandstiftung entstanden, hieß es.

Der Brand war nach ersten Erkenntnissen an einem offenen Kabelschacht vor dem Neubau ausgebrochen. Die Werksfeuerwehr einer Firma sei zufällig am Brandort vorbeigefahren und habe mit dem Löschen begonnen, sagte ein Sprecher der Stadt. Da das Feuer relativ schnell entdeckt worden sei, habe die Feuerwehr den Brand frühzeitig löschen können, erklärte die Polizei.

Der Sachschaden an der geplanten Gemeinschaftsunterkunft sei daher gering. Menschen kamen nicht zu Schaden. Das Gebäude sollte im Frühjahr fertiggestellt werden und bis zu 120 Flüchtlinge beherbergen. In den vergangenen Monaten hatte es bundesweit immer wieder Anschläge auf geplante und teilweise auch schon bewohnte Flüchtlingsunterkünfte gegeben.