In der arabischen Welt sind die Terrormiliz "Islamischer Staat" und Israel in etwa gleich unbeliebt. Bei einer Umfrage des Arabischen Zentrums für Forschung und Politikstudien in Katar lehnten 89 Prozent der Befragten den IS ab, 85 Prozent sprachen sich gegen die Anerkennung Israels aus.

Als Gründe nannten die Befragten, Israel sei "rassistisch, expansionistisch und kolonialistisch". 67 Prozent bezeichneten Israel oder die USA als den größten Feind ihres Landes. 

Nach Angaben des Arabischen Zentrums handelt es sich um die größte Umfrage dieser Art in der arabischen Welt. Insgesamt wurden 18.300 Menschen in zwölf Ländern befragt, darunter Ägypten, Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Saudi-Arabien, Sudan, Tunesien.

62 Prozent halten den Sturz des Regimes in Syrien für die beste Option, berichtete Spiegel Online über die Umfrage. Nur neun Prozent glauben, dass erst der IS zerschlagen werden müsse, bevor eine politische Lösung möglich sei.

Zudem halten 71 Prozent der befragten Menschen im Nahen Osten Demokratie und Islam für vereinbar. Allerdings glauben 48 Prozent, dass ihr Land nicht dazu in der Lage ist.

Die eigene wirtschaftliche Lage bewerten die Befragten als schlecht. Nur 20 Prozent gaben an, sie könnten Ersparnisse anlegen. 48 Prozent kommen gerade so über die Runden, und 29 Prozent sind auf Hilfe von anderen angewiesen. Gut 20 Prozent würden ihr Heimatland gerne verlassen und emigrieren.