Die Mehrzahl der Menschen in Deutschland hält Nachrichtenmedien
laut einer Studie für gelenkt, zu einseitig berichtend und zu wenig lösungsorientiert. Sechs von zehn Befragten sind sicher, dass auf Nachrichtenmedien
Einfluss genommen werde, worüber oder auf welche Art sie berichten
sollen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage
des Instituts TNS Emnid für die Medienforschung des Bayerischen Rundfunks.
Nur gut ein Drittel der Befragten (34 Prozent) hält die Berichterstattung der deutschen Nachrichtenmedien für wirklich unabhängig. Als Handelnde im Hintergrund gelten insbesondere Regierung und Parteien und Wirtschaft – über Lobbyverbände und über den Druck von Werbekunden.
Eine gesellschaftliche Kontrollfunktion im Sinne einer vierten Gewalt wird der Erhebung zufolge am ehesten Wochenzeitungen und Nachrichtenmagazinen, öffentlich-rechtlichem Fernsehen und Tageszeitungen zugestanden.
Die Forscher bilanzieren in der Studie, es gebe ein allgemeines "Unbehagen gegenüber Politik, Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen Eliten, das sich im Zuge der Krisen der vergangenen Jahre nun auch offensiv manifestiert". Der Eindruck, dass die Medien das Establishment stützen oder gar von ihm gelenkt würden, gebe dem weitere Nahrung. Darüber hinaus würden Medien in Mithaftung genommen für die Inhalte, die sie übermitteln.
Vor diesem Hintergrund sei auch die hohe Zustimmung zu der Analyse zu werten, dass Medien häufig unwahr berichteten. So gab nicht einmal die Hälfte der Befragten an (49 Prozent), dass Medien Sachverhalte so wiedergeben, wie sie wirklich sind. Darüberhinaus geht
eine Mehrheit (60 Prozent) der Befragten davon aus, dass Medien
berechtigte Meinungen ausblendeten, die sie für unerwünscht hielten.
Außerdem vereinfachten Medien
Sachverhalte zu sehr und verbreiteten so Vorurteile (66 Prozent). Und
sie gingen zu wenig auf Folgen der Entscheidungen von Politikern und
Wirtschaftsführern für die Menschen ein (61 Prozent). Zu den größten Defiziten der Nachrichtenmedien
zähle, dass aus Sicht der Befragten zu viel über Probleme und zu wenig
über Lösungen berichtet wird – 76 Prozent entschieden sich für die
Antwort "trifft völlig/eher zu".
Die Mehrzahl der Menschen in Deutschland hält Nachrichtenmedien
laut einer Studie für gelenkt, zu einseitig berichtend und zu wenig lösungsorientiert. Sechs von zehn Befragten sind sicher, dass auf Nachrichtenmedien
Einfluss genommen werde, worüber oder auf welche Art sie berichten
sollen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage
des Instituts TNS Emnid für die Medienforschung des Bayerischen Rundfunks.
Nur gut ein Drittel der Befragten (34 Prozent) hält die Berichterstattung der deutschen Nachrichtenmedien für wirklich unabhängig. Als Handelnde im Hintergrund gelten insbesondere Regierung und Parteien und Wirtschaft – über Lobbyverbände und über den Druck von Werbekunden.