Die Flüchtlinge verändern das Leben und Denken der Europäer, wie eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Pew zeigt. Befragt wurden Bürger in zehn Ländern – auch in Deutschland. In acht davon äußerten Pew zufolge mindestens die Hälfte der Befragten oder mehr die Befürchtung, dass der Flüchtlingszuzug das Risiko terroristischer Attacken in ihrem Land erhöhe. Spitzenreiter sei Ungarn mit 76 Prozent, gefolgt von Polen (71 Prozent) sowie Deutschland und den Niederlanden (je 61 Prozent).

In fünf der Länder sind laut der Umfrage die Hälfte der Teilnehmer oder mehr besorgt, dass die Flüchtlinge Arbeitsplätze wegnehmen und zur finanziellen Last werden könnten. Am stärksten sei auch diese Sorge in Ungarn ausgeprägt (81 Prozent), danach folgten Polen (75 Prozent), Griechenland (72 Prozent) und Italien (65 Prozent). Deutschland bildet Pew zufolge hier mit 31 Prozent das Schlusslicht.

Befragt wurden nach Angaben des Instituts mehr als 10.000 Menschen, unter anderem in Schweden, Spanien, Frankreich und Großbritannien. Die Erhebung habe zwischen Anfang April und Mitte Mai stattgefunden, also vor dem Brexit-Referendum in Großbritannien und dem Terroranschlag am Atatürk-Flughafen in Istanbul. Weitere Themen der Umfrage waren die Einstellung gegenüber Minderheiten wie Muslimen sowie das Verständnis von Nationalidentität.