Die Mitglieder einer Mitte November in Straßburg und Marseille aufgedeckten Terrorzelle hatten offenbar Verbindungen bis nach Marokko. Laut der staatlichen marokkanischen Nachrichtenagentur MAP nahm die dortige Polizei einen Mann fest, der Mitglied der Extremistengruppe "Islamischer Staat" (IS) und "gefährlich" sein soll. Er soll versucht haben, die französische Zelle mit dem IS in Kontakt zu bringen. Die Nachrichtenagentur beruft sich dabei auf den marokkanischen Innenminister, Mohammed Hassad.

Dem Bericht zufolge soll der Verdächtige IS-Vertreter an der türkisch-syrischen Grenze getroffen haben, um von ihnen Anweisungen für Anschläge zu bekommen. Diese sollte er dann an die Zelle in Frankreich weitergeben und dafür mit einem falschen Pass durch Deutschland reisen.

In der Nacht auf den 20. November hatte die französische Polizei Innenminister Bernard Cazeneuve zufolge fünf Verdächtige in verschiedenen Wohnungen festgenommen, die mutmaßlich für den 1. Dezember einen größeren Anschlag geplant hatten. Welches Ziel die Männer im Visier hatten, war laut dem Pariser Staatsanwalt François Molins vor der Festnahme noch nicht klar.