Die Berliner Polizei hat am Dienstagabend drei Männer im Alter von 21, 31 und 45 Jahren festgenommen. Ein Polizeisprecher sagte, die Ermittler hätten Durchsuchungen und Festnahmen mit Haftbefehlen durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft ermittele wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, berichtete zuerst die Bild-Zeitung. Konkrete Anschlagspläne in Deutschland soll es dem Bericht zufolge nicht gegeben haben.

Die Ermittler haben den Verdacht, dass die Männer enge Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien und Irak haben. Es habe Hinweise darauf gegeben, dass die Männer kurzfristig in das Kriegsgebiet ausreisen wollten. Die B.Z. berichtet, zwei der Festgenommenen hätten einen Berliner Wohnsitz, einer soll türkischer Staatsbürger sein.

Nach Informationen der Bild wurde auch die Fussilet-Moschee in Berlin-Moabit durchsucht. Dort sollen die Männer verkehrt haben. Die Moschee gilt als Salafisten-Treffpunkt und war im Zusammenhang mit dem Attentäter des Berliner Weihnachtsmarkts, Anis Amri, bekannt geworden. Unmittelbar vor dem Terroranschlag am 19. Dezember war Amri dort von einer Überwachungskamera gefilmt worden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatten zwei der Verdächtigen auch direkten Kontakt zu Amri. 

Der Berliner Senat will den Moscheeverein verbieten. Der Antrag sollte bis Ende Januar fertig sein. In dem Moscheeverein war zuletzt am 20. Januar ein Islamist verhaftet worden. Er war wegen Gewalttätigkeiten aufgefallen.