Rassismus ordnet unser Denken und Zusammenleben. Mit der Serie "Alltag Rassismus" wollen wir herausfinden, warum das so ist, was das für die Gesellschaft bedeutet und wie sich das verändern ließe. Diskutieren Sie mit.

Wie sähe Ihr Leben ohne Rassismus aus?

Wäre es ein anderes? Was würden Sie als Erstes tun, was würden Sie erleben – oder auch nicht erleben?

Dieses Gedankenexperiment ist inspiriert von der #MeToo-Debatte, in deren Rahmen Tausende Frauen weltweit die Frage einer Twitteruserin beantworteten: "Ladys, was würdet ihr machen, wenn alle Männer ab 21 Uhr Ausgangssperre hätten?" Eine Frau schrieb, sie würde allein nachts im Park joggen, eine andere, sie würde ihren Drink im Club nicht mehr so streng bewachen.

Was wäre, wenn?

Und wenn es keinen Rassismus gäbe? Möglicherweise würde Sie dann im Smalltalk mit Fremden über Ihre Interessen sprechen – statt über Ihre Familiengeschichte. Sie könnten mit deutschem Pass einfach so Zugfahren, ohne in Grenznähe von der Bundespolizei geweckt und nach Ihrem Ausweis gefragt zu werden. Sie müssten sich womöglich einen Vierersitz im Bus mit anderen Leuten teilen, weil niemand Sie mehr meiden würde. Vielleicht würden Sie Kopftuch tragen, hätten einen anderen Partner oder einen anderen Job. Womöglich sähe auch Ihre Umgebung anders aus, Ihre Straße und die Kita Ihrer Kinder.

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