Rassismus - »Rassismus hört nicht bei NPD und AfD auf«

Rassismus ordnet unser Denken und Zusammenleben. Mit dem Schwerpunkt "Alltag Rassismus" wollen wir herausfinden, warum das so ist, was das für die Gesellschaft bedeutet und wie sich das verändern ließe. Dazu haben wir unter anderem sechs ältere und jüngere Betroffene zum Gespräch ins Studio eingeladen. Im ersten Video tauschten sie sich über ihre Rassismuserfahrungen aus, im zweiten Teil verraten sie, wie sie damit umgehen.

Tag für Tag hören sich Menschen in Deutschland rassistische Sprüche und Beleidigungen an, manche erfahren gar Schikane und Gewalt. Die Rentnerin Aytop Özkuscu erzählte zum Beispiel im ersten Teil unseres Videos, wie sie kurz nach ihrer Ankunft in Deutschland 1970 von ihren Kollegen gezwungen wurde, im Winter gefrorenen Boden umzugraben. Gut fünfzig Jahre später macht ihre Enkelin Cansu ebenfalls Rassismuserfahrungen, wenn auch subtilere.

Im zweiten Teil wollten wir von ihnen und vier weiteren Betroffenen wissen: Was tun sie in schwierigen Situationen? Was sind die richtigen Worte, um Menschen auf verletzendes Verhalten anzusprechen – vor allem, wenn es nicht böse gemeint war, oder wenn es nicht offensichtlich von rechts kam?

Wir haben sechs ältere und jüngere Menschen zu einem Gespräch zwischen den Generationen eingeladen: Cansu Özkuscu spricht mit ihrer Großmutter Aytop; der chinesisch-deutsche Filmregisseur Dieu Hao Do mit dem Rentner Dang Chau Lam aus Vietnam; und die Afrikawissenschaftlerin Josephine Apraku spricht mit dem Aktivisten Tahir Della.

Am Ende verraten sie, was sie der jeweils anderen Generation im Umgang mit Rassismus und der Gesellschaft wünschen.