Der des Mordes an Susanna F. verdächtigte Ali B. soll ein weiteres Kind vergewaltigt haben. Es habe sich der Verdacht erhärtet, dass Ali B. eine Elfjährige in einer Flüchtlingsunterkunft in Wiesbaden zweimal vergewaltigt habe, einmal gemeinsam mit einem anderen Verdächtigen, teilte die Wiesbadener Staatsanwaltschaft mit. Bei dem anderen Verdächtigen handelte es sich um einen 14-Jährigen aus Afghanistan, der die Polizei auf die Spur von Ali B. im Fall Susanna F. gebracht habe. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Polizei verdächtigt Ali B., die 14-jährige Susanna F. vergewaltigt und ermordet zu haben.

Der aus dem Irak stammende Ali B. wurde bereits im Mai verdächtigt, ein elfjähriges Mädchen in der Flüchtlingsunterkunft vergewaltigt zu haben. Der Verdacht ließ sich aber laut früheren Angaben der Ermittler zunächst nicht erhärten.

Die Staatsanwaltschaft will wegen zweifacher Vergewaltigung Haftbefehl gegen Ali B. beantragen. Er sitzt bereits seit Juni in Untersuchungshaft.

Verdächtiger setzte sich in den Irak ab

Die Leiche der 14-jährige Susanna aus Mainz war Anfang Juni gefunden worden – zwei Wochen nachdem das Mädchen verschwunden war. Die Jugendliche wurde vergewaltigt und getötet. Ali B. gestand die Tötung des Mädchens, bestritt jedoch eine Vergewaltigung.

B. hatte sich mit seinen Eltern und Geschwistern Anfang Juni in den Irak abgesetzt. Dort nahmen ihn kurdische Sicherheitskräfte fest, dann brachte die Bundespolizei ihn per Flugzeug zurück nach Deutschland.