Mehr als fünf Jahre hat es gedauert, 438 Verhandlungstage: Am Mittwoch ist der NSU-Prozess zu Ende gegangen, das Oberlandesgericht München hat seine Urteile gegen Beate Zschäpe und die vier weiteren NSU-Unterstützer verkündet: Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe soll lebenslang ins Gefängnis. Auch gegen die Mitangeklagten wurden Haftstrafen verhängt.

Es war einer der größten und wichtigsten Strafprozesse in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Öffentlichkeit begleitete diesen langen, oftmals stockenden Prozess: Der eigens gegründete Blog NSU Watch stellte Protokolle der Verhandlungstage online, zahlreiche Publikationen erschienen. ZEIT ONLINE begleitete den Prozess vom ersten bis zum letzten Verhandlungstag mit einem Blog. In Köln tagte im vergangenen Jahr das NSU-Tribunal, das den Komplex um den Nationalsozialistischen Untergrund als "Kristallisationspunkt strukturellen Rassismus" begreift. Zahlreiche Demonstrationen forderten immer wieder die Entschädigung der Betroffenen und Hinterbliebenen sowie die Würdigung ihrer Perspektive in der Debatte. Auch am Tag der Urteilsverkündung hat das Bündnis "Kein Schlussstrich" zu bundesweiten Demonstrationen aufgerufen.

Fürchten Sie weiteren rechten Terror?

In den fünf Jahren, die der Prozess andauerte, hat sich Deutschland verändert. Wir möchten hier von Menschen aus Einwandererfamilien wissen: Wie geht es Ihnen jetzt, nachdem dieser Prozess sein Ende erreicht hat? Haben Sie Angst vor weiterem rechten Terror? Hat das Bekanntwerden des NSU und seiner Taten Ihren Alltag und Ihre Wahrnehmung verändert?

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