Die Fußballmannschaft und ihr Trainer, die seit dem 23. Juni in einer Höhle im Norden Thailands eingeschlossen waren, sind frei. Die thailändische Marine teilte mit, dass alle zwölf Jungen und ihr Trainer in Sicherheit seien. Die Rettungskräfte brachten die verbliebenen fünf Eingeschlossenen nach einem weiteren stundenlangen Tauchereinsatz aus der überschwemmten Höhle ins Freie.

Der Einsatz hatte am Morgen begonnen. Zuvor hatte es die ganze Nacht über wieder heftig geregnet, was die Bergung erschwerte. Der Weg zurück nach draußen war fast vier Kilometer lang und dauerte mehrere Stunden. Keines der Kinder hatte Erfahrung im Tauchen, deshalb nahmen Profitaucher die Jungen ins Schlepptau.

Bei den ersten beiden Einsätzen in den vergangenen Tagen waren insgesamt acht Jungen gerettet worden. Inzwischen sind sie alle im Krankenhaus. Nach Angaben der behandelnden Ärzte und der Behörden geht es ihnen den Umständen entsprechend gut. "Keiner der acht Jungen hat heute Fieber", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Alle seien geröntgt worden, zudem seien Blutuntersuchungen vorgenommen worden. Zwei Jungen erhielten indes wegen einer Lungenentzündung Antibiotika, sie seien aber "in normalem Zustand".

Die vier Jungen, die als erstes am Sonntag gerettet worden waren, könnten inzwischen wieder normale Nahrung zu sich nehmen. Sie seien "gesund und lächelten", teilte das Ministerium für öffentliche Gesundheit mit. Sie müssten noch mindestens sieben Tage in der Klinik bleiben, hieß es. Auch psychologisch sollen sie betreut werden.

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Die zwölf Jungen und ihr erwachsener Betreuer saßen seit dem 23. Juni in der Höhle fest. Das lokale Fußballteam war bei einem Ausflug in die Tropfsteinhöhle Tham Luang – Khun Nam Nang Non von den Wassermassen überrascht worden. Erst nach zehn Tagen wurden sie von Tauchern gefunden.

Das Höhlensystem in der Bergkette des Doi-Nang-Non-Gebirges ist geologisch kaum erforscht, weshalb die Rettung der Jungen so schwierig war. Die Kinder und Jugendlichen waren kilometertief in den Höhlen gefangen. "Wir wissen, dass es einen sehr großen Eingangsbereich gibt, danach folgen weitere Kammern. Grundsätzlich wird die Höhle rasch deutlich kleinräumiger", sagte die Höhlenforscherin Bärbel Vogel im Interview mit ZEIT ONLINE.