Im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern werden ab 2019 insgesamt 57 deutsche Forschungsprojekte als sogenannte Exzellenzcluster gefördert. Das teilte die mit den Wissenschaftsministern von Bund und Ländern sowie Wissenschaftlern besetzte Exzellenzkommission mit. Die ausgewählten Projekte (PDF) sind an 34 deutschen Universitäten angesiedelt.

Im Rahmen des Förderprogramms stehen für eine Periode von sieben Jahren insgesamt knapp 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit können die Exzellenzcluster zwischen drei und zehn Millionen Euro pro Jahr an Fördermitteln erhalten. Die Gelder werden zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom Land der jeweiligen Hochschule getragen. Nach einer erfolgreichen Wiederbewerbung ist eine zweite Förderperiode von ebenfalls sieben Jahren möglich.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) gratulierte den Universitäten und Forschungsverbünden, die sich bei der Auswahl durchsetzten. "Die Exzellenzkommission hatte angesichts der vielen hervorragenden Anträge die schwierige Aufgabe, sich für die Besten der Besten zu entscheiden." 41 Universitäten aus 13 Bundesländern hatten sich mit insgesamt 88 Projekten beworben.

Zu den erfolgreichsten Antragsstellern zählt die Universität Bonn, die neben vier Projekten als einzelne Universität noch an zwei der ausgewählten Forschungsverbünde beteiligt ist. Auch die Uni Hamburg erhält Mittel für vier Cluster, in München haben die Ludwig-Maximilians-Universität und die Technische Universität mit vier gemeinsamen Projekten gewonnen. In Berlin gewannen die Freie Universität, die Humboldt-Uni und die TU sowohl mit Einzelprojekten als auch mit Kooperationen.

Zu den Themen der geförderten Forschungsprojekte in den Natur- und Ingenieurswissenschaften zählen etwa der Klimawandel, Präzisionsmedizin, computerbasiertes Bauen, das Internet der Produktion oder Robotik für die Nutzpflanzenproduktion. Im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften erhalten etwa das Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität Münster und das Projekt "Beyond Slavery and Freedom: Asymmetrische Abhängigkeiten in vormodernen Gesellschaften" der Universität Bonn Fördermittel.

Mit der Exzellenzstrategie verfolgen Bund und Länder das Ziel,  die Spitzenforschung an deutschen Universitäten zu stärken. Die Entscheidung über die Exzellenzcluster spielt auch eine grundlegende Rolle für die Wahl von Exzellenzuniversitäten durch den Wissenschaftsrat. 17 Universitäten mit mindestens zwei Exzellenzclustern und zwei Universitätsverbünde mit mindestens drei Exzellenzclustern können nun eine Förderung als Exzellenzuniversität beantragen.