An der Schule der Tochter meiner Freundin gibt es jedes Jahr eine Weihnachtsfeier. Lehrerinnen und Schüler treffen sich unterm Weihnachtsbaum, es gibt Lieder, es gibt Geschenke. In diesem Jahr allerdings gibt es auch eine Änderung: Es wird nicht mehr aus dem Evangelium vorgelesen. Die Begründung? Es war der Schulleitung zu religiös.

Ja, das ist wahr. Das Weihnachtsevangelium ist religiös. Es erzählt die Geschichte von der Geburt Jesu, des Mannes, der das Christentum begründet hat. Deswegen feiern die Menschen auch Weihnachten. Wem das nicht passt, der muss es ja nicht feiern. Oder?

Die Debatte, die es in den Kitas schon lange um Sankt Martin gibt (heißt jetzt Laternenfest), hat jetzt auch die Weihnachtsfeier in der Schule erreicht. Aber funktioniert diese halbe Lösung? Wenn man die Geschichte, die hinter Weihnachten steht, nicht erzählt, dann bleibt es trotzdem Weihnachten. Nur ohne Sinn. Aber eine Schule ist eben etwas auch eine Bildungseinrichtung. Sie sollte Schülerinnen und Schülern näherbringen, warum man etwas macht, woher es kommt, was für eine Bedeutung die Dinge in der Welt haben. 

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