Im Dezember 2018 beschloss der Bundestag eine dritte Antwortmöglichkeit im Personenstandsregister. Personen, deren Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig dem zuzuordnen sind, was als weiblich oder männlich gilt, können die Option "divers" wählen oder gar keine Angabe machen.

Ein revolutionäres Gesetz, sagen viele. Noch lange nicht genug, sagen hingegen Kritiker. "Geschlechtszuweisende" Operationen ohne Zustimmung seien noch immer nicht verboten, und dass man ein Attest oder eine eidesstattliche Versicherung vorlegen soll, widerspreche der Selbstbestimmung. Die Ausarbeitung des neuen Gesetzes liefe "der historischen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zuwider, welche auf die Geschlechtsidentität von Menschen abgestellt hat", heißt es auf der Website der Kampagne Dritte Option. Auch Transverbände protestieren gegen das Gesetz: Sie hatten sich erhofft, dass nicht allein körperliche Beschaffenheiten ausschlaggebend für die Bezeichnung "divers" sein würden. 

Auf Grundlage dieser Kontroverse möchten wir uns an Sie richten: Wie beurteilen Sie das neue Gesetz? Hat sich seit seiner Einführung etwas für Sie verändert? Haben Sie den Eindruck, dass es eine größere öffentliche Sichtbarkeit für Intersexuelle gibt? Sprechen Sie über Ihre Intersexualität? Oder sind Sie Elternteil eines intersexuellen Babys und möchten Ihre Erfahrungen damit teilen?

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