Mansplaining, Manspreading, Manslamming, Manterrupting: Mit solchen Begriffen werden vor allem in den USA männliche Respektlosigkeiten im Umgang mit Frauen bezeichnet. Männer, das sind aus diesem Blickwinkel heraus vor allem diejenigen, die Frauen den Platz in der S-Bahn wegnehmen, auf der Straße nicht ausweichen, ihnen die Welt erklären und ungefragt ins Wort fallen.

Immer mehr Männer setzen sich mit dieser Kritik auseinander. Und immer mehr Männer melden sich auch zu feministischen Themen zu Wort, sei es zum kürzlich geänderten Paragrafen 219a, zu #MeToo oder zu den erschreckenden Statistiken in der Partnerschaftsgewalt. Es erscheint zunehmend selbstverständlich, dass der Kampf um die Gleichberechtigung nicht nur von Feministinnen, sondern auch von Feministen geführt wird.

We Should All Be Feminists heißt ein berühmter Essay der nigerianischen Autorin Chimamanda Ngozi Adichie. Adichie appelliert darin an eine männliche Sensibilisierung, auch für die kleinen Ungerechtigkeiten im Alltag. Männer sollten genau hinschauen und die Gelegenheiten nutzen, um eine klare Haltung zu vertreten: We. All. Ein Nachdenken über Geschlechterrollen, ein Aufbrechen von Stereotypen kommt nicht zuletzt auch Männern zugute.

Was tun?

Am Internationalen Weltfrauentag möchten wir uns an all unsere Leserinnen und Leser aller Geschlechter richten. Wie können sich Männer für Feminismus einsetzen? In welchen Alltagssituationen wäre männliche Courage erwünscht, hilfreich, vonnöten? Bei Belästigung im öffentlichen Raum? Im Berufsleben? Auf der Tanzfläche? In misogynen Internetdebatten? Wann sollten sich Männer besser zurückhalten? Welche Form des Engagements benötigt der Feminismus von morgen?

In diesem Kommentarbereich werden nur Antworten auf die oben gestellten Fragen veröffentlicht. Bitte nutzen Sie zur Diskussion über verwandte Themen die Kommentarbereiche unter den entsprechenden anderen Texten auf ZEIT ONLINE.