Etwa 30 Aktivistinnen und Aktivisten haben den Schlachthof von Düren bei Aachen besetzt und damit einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. "Zehn bis zwölf davon haben die Zufahrt blockiert", sagte Polizeisprecherin Carina Eickhoff. Ein Teil der Gruppe sei auf dem Dach gewesen und habe sich dort angekettet. Der Schlachthofbetrieb sei vorübergehend eingestellt worden. Die Besetzung begann laut Polizei in der Nacht zuvor.

Nach mehr als 14 Stunden beendete die Polizei die Besetzung. Die Einsatzkräfte hätten 32 Personen zur Identitätsfeststellung in Gewahrsam genommen, teilte die Polizei mit. Einige wurden nach der Feststellung der Personalien wieder entlassen. Zwei Jugendliche wurden dem Jugendamt übergeben. Gegen die Besetzerinnen und Besetzer wird nach Polizeiangaben wegen Hausfriedensbruchs ermittelt.

In einem mutmaßlichen Bekennerschreiben hieß es, die "autonome Gruppe" wende sich mit der Aktion gegen das "massenhafte Töten von fühlenden Wesen". Die Fleischindustrie sei auch ökologisch nicht tragbar. Der Massenkonsum tierischer Produkte trage erheblich zur Klimakrise bei und verbrauche Unmengen an Wasser und Energie.