Der Musiker aus New Orleans sei am frühen Donnerstagmorgen an einem Herzinfarkt gestorben, teilte seine Familie über den offiziellen Twitter-Account Dr. Johns mit. Der Sänger, der es in die Rock and Roll Hall of Fame schaffte und sechs Grammys gewann, wurde vor allem für seine Mischung auf verschiedenen Musikstilen wie Blues, Pop, Jazz oder Rock bekannt.

Dr. John, der mit bürgerlichem Namen Malcolm John Rebennack hieß, wurde in New Orleans geboren, eine Stadt, die ihn kulturell und musikalisch stark prägte. So zählte man ihn zum Vertreter des "Voodoo Rock". Sein Debüt Gris-Gris 1968 kombinierte R'n'B mit psychedelischem Rock. kreolischer Soulmusik – und Voodoo-Sprüchen. Sein Song Right Place, Wrong Time schaffte es unter die besten zehn in den Charts.

Der Pianist und Gitarrist spielte mit vielen bekannten Künstlern: mit Grateful Dead, in Martin Scorceses Dokumentation The Last Waltz, auf dem Rolling-Stones-Album Exile on Main Street. Der Musiker hatte auch mit Drogenproblemen zu kämpfen und saß deswegen eine Zeit lang im Gefängnis.

Seit Ende 2017 wurde er nicht mehr häufig in der Öffentlichkeit gesehen. Damals sagte er einige Auftritte ab. Seine Sprecherin Karen Beninato hatte im vergangenen Jahr in einem Interview gesagt, er ruhe sich in seinem Haus in New Orleans aus. Seine Familie dankte allen, "die seine einzigartige musikalische Reise begleitet" hatten, und bat um Privatsphäre.