Vor 25 Jahren ging die rechtliche Kriminalisierung Homosexueller in Deutschland zu Ende. Während auf dem Gebiet der ehemaligen DDR schon seit 1968 homosexuelle Handlungen als straffrei galten, dauerte es für den gesamtdeutschen Raum bis zum 11. Juni 1994, bis der Paragraf 175 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen wurde. Der Paragraf, der aus der Kaiserzeit stammte und unter den Nationalsozialisten verschärft worden war, richtete sich vornehmlich gegen homosexuelle Männer. Erst 1969 wurde er abgeschwächt und am 11. Juni 1994 folgte die endgültige Streichung.

Auch wenn der Paragraf 175 abgeschafft ist, sind viele Menschen noch immer homo- und transfeindlichen Übergriffen ausgesetzt. Auf Schulhöfen gilt schwul noch immer als Schimpfwort und queer Menschen werden im öffentlichen Raum teilweise immer noch abwertend angeschaut, bespuckt, beleidigt und körperlich angegriffen.

Wie ist es heute? Wie war es damals?

Viele dieser Ereignisse bleiben undokumentiert. Wir möchten wissen, welche Erfahrungen Sie mit Homofeindlichkeit gemacht haben. Wo erleben Sie Diskriminierungen? An welchen Orten, in welchen Situationen sind Sie mit verbaler oder gar körperlicher Gewalt konfrontiert? Haben Sie den Paragrafen 175 noch miterlebt? Was hat sich seitdem verändert? Wir freuen uns sehr, wenn Sie bereit sind, Ihre Gedanken und Erlebnisse mit uns zu teilen.

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