Beim Einkaufen wollen viele Deutsche wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen. Der Preis ist bei der Kaufentscheidung zweitrangig. Das geht geht aus einer Umfrage im Auftrag der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit hervor. Demnach ist für gut 60 Prozent der Bundesbürger der Ursprung das entscheidende Auswahlkriterium im Supermarkt, der Preis für knapp 40 Prozent. EU-weit liegen die Werte für Herkunft und Preis jeweils bei gut 50 Prozent. 

Vergleichsweise weniger wichtig sind den Deutschen ethische Bedenken wie die Tierhaltung oder der Umweltschutz. Hier gab nur etwas mehr als ein Drittel an, dass dies beim Kauf eine Rolle spiele. Bei der Umfrage waren auch Mehrfachnennungen möglich. 

Die Erhebung zeigt auch, dass sich jeder zweite Deutsche für mögliche Risiken beim Verzehr von Lebensmitteln interessiert. Die Frage, ob Fleisch Hormone, Antibiotika oder Steroide enthält, bereitet demnach fast zwei Dritteln der Deutschen Sorgen. Für mehr als 40 Prozent gilt dies bei der Frage nach Rückständen von Pestiziden in Lebensmitteln sowie nach Schadstoffen in Fisch-, Fleisch- oder Milchprodukten. 

Eine breite Mehrheit der Deutschen informiert sich laut Umfrage im Fernsehen über mögliche Lebensmittelrisiken, etwa die Hälfte im Internet. Informationen über die Risiken haben der Studie zufolge einen hohen Einfluss auf das Konsumverhalten. Drei von vier Deutschen geben an, dadurch ihre Gewohnheiten geändert zu haben.