Ein Großteil der Deutschen findet nicht, dass sich ihre persönliche Einstellung zu Umwelt- und Klimafragen durch die von Greta Thunberg ausgelöste Fridays-for-Future-Bewegung verändert hat. Dies geht aus dem aktuellen Deutschlandtrend des ARD-Morgenmagazin hervor. Demnach gaben insgesamt 72 Prozent der Befragten an, nicht oder kaum durch die schwedische Klimaaktivistin und ihre Protestbewegung beeinflusst zu sein. 17 Prozenten der Befragten gaben demnach einen starken Einfluss von Fridays for Future auf sich an und sieben Prozent einen sehr starken Einfluss.

Besonders stark wirksam ist die vor allem von Schülerinnen und Studenten getragene Klimabewegung demnach bei Grünenanhängern. Hier gaben 43 Prozent an, dass sie Thunberg beeindruckt. Anhängerinnen von Union, AfD und FDP werden von Fridays for Future hingegen kaum beeinflusst.

Für den Deutschlandtrend befragte infratest dimap am Dienstag und Mittwoch 1.063 Wahlberechtigte. Die Fehlertoleranz wurde je nach Prozentwert mit 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten angegeben.

Thunbergs Klimaproteste unter dem Motto Fridays for Future starteten vor rund einem Jahr mit ihrem ersten Streik vor dem schwedischen Parlament. Derzeit gehen jeden Freitag in zahlreichen Ländern Schülerinnen und Schüler auf die Straße, um eine bessere Klimabewegung zu fordern. Thunberg selbst segelt derzeit mit der Racing-Yacht Malizia II über den Atlantik, um an der UN-Klimakonferenz in New York teilzunehmen.