Ein schwer bewaffneter Angreifer ist in eine Moschee in Norwegen eingedrungen. Drei Gläubige hätten sich nach dem Gebet noch in der Al-Noor-Moschee aufgehalten, als der mit zwei Schrotflinten und einer Pistole bewaffnete Mann in das Gebäude eindrang, berichtete ein Moscheevertreter. Zwei der Gläubigen seien sofort in Deckung gesprungen, ein Mann habe den Angreifer überwältigt. Dabei seien Schüsse gefallen, der Mann und der Angreifer seien verletzt worden.

Bei dem Vorfall in der Stadt Bærum, einem Vorort der norwegischen Hauptstadt, sei ein Verdächtiger festgenommen worden, teilte die Osloer Polizei mit. Der Bewaffnete habe eine Schutzweste getragen. Der Tatverdächtige sei gebürtiger Norweger, hieß es. Er wurde von der Polizei als weißer junger Mann beschrieben und habe vermutlich allein agiert.

Regierungschefin Erna Solberg verurteilte den Zwischenfall. "Der Besuch von Moschee, Kirche oder anderen Gotteshäusern sollte sicher sein", schrieb sie in einer am Abend veröffentlichten Erklärung. Zum Tatmotiv wollte sie sich wie die Behörden nicht äußern.