In Deutschland sind immer mehr Menschen mit ihrem Leben glücklich. Dies geht aus der aktuellen Global Happiness Study (PDF) des Meinungsforschungsinstituts Ipsos hervor. Demnach bezeichneten sich 78 Prozent der erwachsenen Befragten als glücklich – zehn Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Insgesamt sei das Glücksempfinden in keinem anderen Land in den vergangenen zehn Jahren so gestiegen wie in Deutschland.

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit auf Platz sieben der glücklichsten Länder. Spitzenreiter sind Australien und Kanada. Jeweils 86 Prozent der Menschen dort sind demnach glücklich, fast jeder Dritte fühlt sich sogar sehr glücklich.

Weltweit nimmt das Glücksgefühl jedoch ab. 64 Prozent aller Befragten empfinden sich als glücklich – ein Rückgang um sechs Prozentpunkte verglichen mit der vorherigen Studie im Februar 2018. Seit 2011 ging das Glücksempfinden um 13 Prozentpunkte zurück.

Besonders in lateinamerikanischen Ländern ist das Glücksempfinden laut der Umfrage seit 2018 rückläufig. Am stärksten gingen die Werte in Argentinien (22 Prozentpunkte), Chile (21 Prozentpunkte) und Brasilien (zwölf Prozentpunkte) zurück. Die letzten Plätze im internationalen Vergleich nehmen Spanien und Russland ein. Dort bezeichnen sich nur 46 beziehungsweise 47 Prozent der Befragten als glücklich.

Was Menschen weltweit am glücklichsten macht, sind laut der Studie Gesundheit und körperliches Wohlempfinden. Ebenfalls häufig genannt werden die eigenen Kinder und die Beziehung mit dem Partner oder der Partnerin sowie das Gefühl, dass das eigene Leben einen Sinn hat. Auch die Hälfte der Deutschen hält Gesundheit für die größte Glücksquelle. Die eigenen Kinder werden mit 37 Prozent seltener genannt als im internationalen Durchschnitt.

Für die Studie wurden zwischen dem 24. Mai und dem 7. Juni 2019 insgesamt 20.327 Menschen aus 28 Ländern online interviewt. In Deutschland und elf weiteren Ländern wurden jeweils etwa 1.000 Menschen befragt.