© Michael Schlieben für ZEIT ONLINE

Das Leben in der DDR war nicht ungefährlich: Fabriken und Stahlwerke pumpten Abgase und Gifte in Luft und Wasser. In manchen DDR-Krankenhäusern herrschten gruselige Zustände. Die durchschnittliche Lebenserwartung im Osten lag bis zum Mauerfall zweieinhalb Jahre unter der im Westen.

Und trotzdem, vieles war auch gut im Gesundheitssystem der DDR – das sagt Karla Aust in der neuen Folge des Podcasts Wie war das im Osten?. Die heute 70-Jährige arbeitete als Ärztin in der DDR, nach der Wende im Westen, und kann beide Systeme vergleichen.

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Ärzte lebten in der DDR ein ganz anderes Berufsleben. Vieles ist heute besser, erzählt Aust, einiges war damals auch nicht schlecht. "Die Patienten waren gleicher als heute", sagt sie.

Sie berichtet von Einwegkanülen, die ihr Team säuberte und wiederverwendete. Von riesigen Schlafsälen und von Privilegien, die mancherorts nur den Parteibonzen gewährt wurden. Davon, dass sie als Ärztin weniger als ein Handwerker verdiente. Aber auch davon, dass sie viel mehr Zeit für ihre Patienten hatte.

Wie funktioniert ein sozialistischer Medizinbetrieb? Was unterscheidet die Polikliniken von damals von den medizinischen Versorgungszentren von heute? Und gab es eigentlich Geschenkwarenartikel in sozialistischen Krankenhäusern? All das und mehr hören Sie im Podcast.

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