Normalerweise sind Wüstenheuschrecken Einzelgänger. Falls jedoch zu viele von ihnen in einem Gebiet leben und die Nahrung knapp wird, ziehen die Tiere in riesigen Schwärmen weiter. In den vergangenen Monaten hat es in vielen Regionen der Erde besonders viel geregnet. Das ergab so gute Brutbedingungen für die Heuschrecken, dass viele Länder jetzt von Schwärmen geplagt werden. Sie verwüsten etwa ganze Landstriche in Ostafrika. Nach Äthiopien, Somalia und Kenia sind inzwischen auch Südsudan, Eritrea und Uganda bedroht. Die UN warnen vor einer Lebensmittelknappheit, da die Ernte vieler Bauern gefährdet ist. Auch in Pakistan und auf der arabischen Halbinsel schließen sich immer mehr Tiere zu Schwärmen zusammen. Somalia und Pakistan haben bereits den Notstand ausgerufen. Nach UN-Angaben könnten es noch viel mehr Heuschrecken werden, denn sie haben bereits wieder begonnen, Eier abzulegen. Und das Wetter bleibt noch eine Weile regnerisch. Erst im Juni wird die Trockenheit das Wachstum der Populationen eindämmen – für die Ernte ist das zu spät.