2019 haben sich rund 250 Fotografen aus 26 Ländern aufgemacht, um in ihren Ländern nach den letzten Holocaust-Überlebenden zu suchen. Sie haben die Menschen dort fotografiert, wo sie sich zugehörig fühlen, und sie erzählen lassen, wie sie über- und weitergelebt haben.

Anlass für das Lonka Project war der 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Initiiert haben das Projekt Jim Hollander and Rina Castelnuovo in Jerusalem. Das Lonka Project zeigt jedoch nicht nur Überlebende der deutschen Konzentrationslager, sondern etwa auch der sowjetischen Gulags. Die Idee wurde von Fotograf zu Fotograf weitergetragen, formale Vorgaben habe es nicht gegeben, erzählt Maurice Weiss, einer der beteiligen deutschen Fotografen: "Dadurch konnten die Bilder so menschlich, kühn und überraschend unterschiedlich werden."