Acht Wochen blieben Lauren Hoffmann, um sich ihrem Baby zu widmen, bevor sie wieder zur Arbeit musste. Fünfeinhalb Wochen Urlaub hatte die 29-Jährige vor der Geburt ihres zweiten Kindes gesammelt. Zweieinhalb weitere Wochen nahm sie unbezahlt frei. Mehr hätte sich die Familie nicht leisten können. Wenige Wochen, in denen sie sich von der Geburt erholen und gemeinsam mit ihrem Mann Will das Leben zu viert organisieren musste.

Als einzige Industrienation verweigern die USA einen bundesweiten gesetzlichen Mutterschutz. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es 14 Wochen für die Mütter, außerdem bezahlte Elternzeit, die beide Eltern sich aufteilen können. In einigen US-Bundesstaaten und privaten Unternehmen gibt es Ausnahmen, doch die Hoffmanns hatten dieses Glück nicht.

Bisherige Gesetzesvorhaben scheiterten. Allerdings könnte es einen neuen Anlauf geben: Im Februar schlug Kirsten Gillibrand, die für die Demokraten ins Rennen um die Präsidentschaft gehen möchte, ein Gesetz vor, das zwölf Monate bezahlten Mutterschutz garantieren würde.