Die Aufteilung der häuslichen Tätigkeiten zwischen Frauen und Männern hat sich wenig geändert. Frauen übernehmen weiterhin einen Großteil der Hausarbeit. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Auf die Frage "Wer putzt bei Ihnen zu Hause?" antworteten 84 Prozent der Frauen mit "Ich selbst", von den Männern sagten das nur 58 Prozent.

Eine Studie zum Frauentag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Demnach verbringen Frauen deutlich mehr Zeit mit unbezahlter Hausarbeit und Kinderbetreuung als Männer, die in ihrer Zeit mehr erwerbstätig sind als Frauen.

An Wochentagen arbeiten laut der DIW-Studie Frauen und Männer mit etwa elf Stunden ungefähr gleich viel. Dabei leisteten Frauen mehr unbezahlte und Männer mehr bezahlte Arbeit. An erwerbsfreien Sonntagen erledigten Frauen durchschnittlich eineinhalb Stunden mehr unbezahlte Arbeit als Männer. Frauen übernehmen dem Bericht zufolge vorwiegend Arbeiten im Haushalt, die häufig und regelmäßig anfallen. Demnach waschen sie häufiger die Wäsche und holen die Kinder ab. Männer kümmerten sich eher um "seltener und unregelmäßig auftretende" Arbeiten wie das Rasenmähen oder Bohren.

In Paarhaushalten ohne Kinder verbringen Frauen wochentags doppelt so viel Zeit mit Kochen, Putzen und Wäschewaschen wie ihre männlichen Partner. Bei Paaren, deren jüngstes Kind bis zu sechs Jahre alt ist, nehmen sich Frauen sogar dreimal so viel Zeit für den Haushalt.

Das DIW betrachtete auch die zeitliche Entwicklung. So verbrachten Frauen im Jahr 1992 an einem Werktag rund drei Stunden mit Kochen, Putzen und Wäschewaschen, 2016 waren es etwa zwei Stunden. Männer investierten im Jahr 1992 etwa 35 Minuten täglich in Kochen, Putzen und Wäschewaschen, 2016 etwa 52 Minuten.