Die CSU im Bundestag will durch fünf Neuerungen Familien mit Kindern entlasten. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Landesgruppe hervor, die der Süddeutsche Zeitung und dem Bayerischen Rundfunk vorliegt.

Demnach will die CSU eine Kitapauschale für den Weg zur Kita einführen. Laut Medien solle neben dem Fahrweg zur Arbeit auch der zusätzliche Weg zur Kita oder zum Kindergarten steuerlich absetzbar sein. Auch die Beiträge für Kinderbetreuungskosten sollen voll von der Steuer absetzbar werden und nicht wie bislang nur in Teilen. Den Höchstbetrag will die CSU künftig auf 6.000 Euro anheben. Außerdem sollen Kindergeld und Kinderfreibetrag ab 2021 erhöht werden. 

Elterngeldbonus

Der Anspruch auf Elterngeld soll zudem auf insgesamt 16 Monate steigen, wenn beide Partner Elternzeit nehmen. Damit wolle die Partei Väter ermutigen, mehr Elternzeit zu nehmen. Ein Elternteil soll auch weiterhin nicht länger als 12 Monate Elterngeld beziehen können.

Die CSU wird außerdem bei ihrer Winterklausur im oberbayerischen Kloster Seeon, die am 6. Januar beginnt, über mehr Betreuungsplätze für Kinder diskutieren sowie über einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter. Darüber hinaus sollen Alleinerziehende bessergestellt werden. Ihr Entlastungsbetrag bei der Einkommenssteuer solle stufenweise von derzeit rund 1.900 Euro auf künftig 4.000 Euro angehoben werden.

Unterdessen hat CSU-Chef und Ministerpräsident Markus Söder seine Absage an eine mögliche Kanzlerkandidatur erneuert: "Meine Mutter hat immer gesagt: Schuster bleib bei deinen Leisten. Und das ist für mich Bayern. Hier ist mein Traumjob", sagte der bayerische Ministerpräsident dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vom Dienstag. Der CSU-Vorsitzende sagte, es habe schon einen Grund, dass noch nie jemand aus der CSU Bundeskanzler geworden sei. "Ich glaube, dass die Deutschen die Bayern schon ganz gern mögen. Aber immer, wenn sie den Eindruck haben, ein Bayer will Kanzler werden, entsteht die Sorge, künftig aus dem Hofbräuhaus regiert zu werden", sagte Söder.