Diesmal ging es nicht um den Nachweis von Schulwissen. Die Pisa-Sonderauswertung drehte sich allein darum, wie 15-Jährige mit Alltagsproblemen umgehen. Gefordert war dafür Kreativität, um den kürzesten Weg zur Lösung zu finden. Beispiele aus dem erstmals computeranimierten Pisa-Test:

  • Auf einer schematischen Landkarte mit genau definierten Wegezeiten soll für drei Freunde aus verschiedenen Orten ein Treffpunkt herausgefunden werden, den jeder der Beteiligten nach maximal 15 Minuten erreicht. Dies gehört zu den leichten Aufgaben.
  • An einem Klimagerät können Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit mit drei Reglern eingestellt werden. Es soll herausgefunden werden, wie jeder einzelne Regler wirkt und wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit maximal vier Schritten auf einen bestimmten Zielwert gebracht werden können (mittlerer Schwierigkeitsgrad). 
  • Ein MP3-Player hat zahlreiche Einstellmöglichkeiten: Für Musikart, Lautstärke, Bass. Gefragt wird danach, welche Kombinationen in welcher Reihenfolge gedrückt werden müssen, um bestimmte Ergebnisse zu bekommen – und wie man dorthin mit möglichst wenigen Klicks kommt. Ferner sind Anzeigekombinationen auf dem MP3-Player danach zu beurteilen, ob sie eine korrekte Wiedergabe ermöglichen oder nicht (mittlerer Schwierigkeitsgrad). 
  • An einem Ticketautomaten sollen Fahrkarten gekauft werden: Für unterschiedliche Verkehrsmittel, zum günstigsten Tarif, für mehrere Fahrten (hoher Schwierigkeitsgrad).