Nur zwei von fünf Kindern haben in deutschen Schulen schon einmal am Computer gearbeitet. Dies geht aus der KIM-Studie ("Kindheit, Internet, Medien") des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest hervor. Die Ergebnisse zum Thema "Computer und Schule" liegen der ZEIT vor und belegen, wie lebens- und alltagsfern die Schule als Lernort für Digitales noch immer ist.

Obwohl Computer für 6- bis 13-Jährige heute fester Bestandteil ihres Alltags sind, kommen sie in der Schule nur sporadisch zum Einsatz. Während drei Viertel aller Kinder in Deutschland regelmäßig einen Rechner nutzen, hat weniger als die Hälfte in der Schule schon einmal damit gearbeitet. Nicht überraschend ist, dass Computer an weiterführenden Schulen stärker verbreitet sind als an Grundschulen.

Sitzen die Kinder zu Hause vorm Rechner, ist das Gerät weit mehr als nur ein Spielzeug. Beim Lernen für den Unterricht spielen Computer und Internet eine wichtige Rolle. Drei von vier Kindern recherchieren mindestens einmal pro Woche etwas für die Schule im Netz. Nachrichtentexte nutzen sie ebenso als Informationsgrundlage wie YouTube-Videos. Jedes vierte Kind gibt zumindest an, dass es auf der Plattform wöchentlich Videos zu Schulthemen anschaut.