Elf Millionen Schüler und Schülerinnen werden derzeit in Deutschland unterrichtet – rund jeder zehnte ist Ausländer. Das geht aus vorläufigen Zahlen für das Schuljahr 2017/2018 hervor, die das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht hat. Demnach hatten 1,2 Millionen beziehungsweise 10,7 Prozent keine deutsche Staatsangehörigkeit. 

Das entspricht laut Destatis-Mitarbeiterin Andrea Malecki einer Zunahme von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. An allgemeinbildenden Schulen stieg der Anteil von Ausländerinnen und Ausländern im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent, an beruflichen Schulen um 2,8 Prozent. Der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund ist laut Malecki wesentlich höher. Die Herkunft wird in der Schülerstatistik aber nicht erfasst. Laut Mikrozensus lag der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund im Jahr 2016 bei 32,5 Prozent. 

Insgesamt gibt es im Vergleich zum Schuljahr 2016/2017 weniger Schüler und Schülerinnen in Deutschland: Die Gesamtzahl sank um 0,4 Prozent auf 11,0 Millionen ab. 8,3 Millionen besuchen allgemeinbildende Schulen, 2,5 Millionen berufliche Schulen. Die  Schülerzahlen an Schulen des Gesundheitswesens nahmen um 1,6 Prozent auf 153.000 ab.

Integration - »Dann sind wir richtige Lehrer« Vor zwei Jahren flüchtete Hend Alkhabbaz aus Syrien. Jetzt unterrichtet die Lehrerin an einer Grundschule in Fürstenwalde, nach anderthalb Jahren Studium. © Foto: Sven Kästner