Die Leistungen deutscher Schüler haben sich bundesweit verschlechtert. Zu diesem Fazit kommt der diesjährige Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Demnach fallen die Ergebnisse im Bereich Schulqualität, Integration und Bekämpfung der Bildungsarmut schlechter aus, Viertklässler in den Kernfächern Deutsch und Mathematik schneiden schlechter ab als in den Vorjahren. Auch die Schulabbrecherquote ist aufgrund der gestiegenen Zahl an Flüchtlingen unter den Schülern wieder angestiegen.

Nachholbedarf machen die Experten auch bei der Digitalisierung aus. Deutschland hinke im internationalen Vergleich bei der Computernutzung an Schulen und bei den IT-Kompetenzen der Schüler hinterher. INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr forderte eine bessere Ausstattung der Schulen, mehr Lehrerfortbildungen sowie mehr Austausch über innovative digitale Lehr- und Lernkonzepte. Zudem müssten die digitalen Kompetenzen von Schülern und Lehrern regelmäßig überprüft werden.

Sachsen liegt vorne, Bremen am Schluss

Starke Unterschiede machten die Forscher auch zwischen den Bundesländern aus. Demnach hat Sachsen das leistungsfähigste Bildungssystem, gefolgt von Thüringen und Bayern. Berlin ist erstmals seit zehn Jahren nicht mehr Schlusslicht und konnte sich auf Platz 13 der 16 Bundesländer verbessern. Auf dem letzten Platz liegt nun Bremen, das zweitschlechteste Ergebnis erzielte Nordrhein-Westfalen.

Der Bildungsmonitor wird seit 2004 im Auftrag der INSM erhoben, einer wirtschaftsnahen Initiative, die von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert wird. Dabei wird die Leistungsfähigkeit der Bildungssysteme in den Bundesländern anhand von 93 Indikatoren untersucht. Dazu zählen zum Beispiel die Verfügbarkeit von Ganztagsschulen, Schulabbrecherquoten oder der Anteil von Schülern, die von Bildungsarmut betroffen sind. Basisdaten für die Studie liefert auch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW).