Ein Fünftel der Grundschülerinnen und Grundschüler in Deutschland werden einer Umfrage zufolge in der Regel von ihren Eltern zur Schule gefahren. 17 Prozent machen sich mit dem Bus auf den Schulweg, zehn Prozent nehmen das Fahrrad, ermittelte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Versicherung CosmosDirekt. Knapp die Hälfte der Kinder (43 Prozent) geht zu Fuß. Für die Erhebung wurden im April und Mai 2018 insgesamt 502 Eltern von Kindern zwischen sechs und neun Jahren befragt.

Sogenannte Elterntaxis stehen in der Kritik, etwa weil sie in Städten häufig die Straßen vor den Schulen blockieren. Das Deutsche Kinderhilfswerk und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) riefen Eltern dazu auf, Kinder möglichst zu Fuß oder mit Roller und Fahrrad zur Schule zu schicken. Dadurch lernten sie, wie man sich sicher im Straßenverkehr verhalte und wie man sich gut orientiere. Auch der ADAC teilte mit, dass das Bewusstsein für Gefahrensituationen bei Kindern größer sei, die einen kurzen Schulweg allein laufen dürften.

Nach Angaben der Deutschen Verkehrswacht verunglücken Kinder am häufigsten im elterlichen Auto, nicht als Fußgänger auf dem Schulweg. Psychologen kritisieren, dass Elterntaxis die Mädchen und Jungen passiv machten und sie in der Entwicklung behinderten.

Laut Kinderhilfswerk und VCD legten in den 1970er Jahren noch 90 Prozent der Grundschülerinnen und Grundschüler ihren Schulweg zu Fuß zurück. Damit sie sicher ankommen, empfehlen die Verbände, dass Eltern einen Weg festlegen und mit ihren Kindern einüben. Zudem könnten Kinder Laufgemeinschaften mit Freunden aus der Nachbarschaft vereinbaren.