Auch in Berlin startet die AfD die Aktion Neutrale Schulen. In Hamburg und in Baden-Württemberg gibt es schon vergleichbare Portale. Auf einer Internetplattform sollen Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern angebliche "Verstöße gegen das Neutralitätsgebot" an ihrer Schule melden. Allerdings will die AfD wohl vor allem erreichen, dass Lehrer gemeldet werden, die sich gegen die AfD positionieren. In weiteren Bundesländern sollen solche Portale folgen

Außerdem berichten Gewerkschaften in mehreren Bundesländern von Dienstaufsichtsbeschwerden gegen einzelne Lehrerinnen und Lehrer. In Aachen beispielsweise reichte die AfD Beschwerde gegen einen Schulleiter ein, weil er von "rechtsextremen Abgeordneten im deutschen Bundestag" gesprochen hatte.

Wissenschaftler wie Tim Engartner, der politische Bildung lehrt, aber auch Gewerkschafter und Bildungspolitiker wie der Hamburger Schulsenator Ties Rabe kritisieren die Aktion der AfD als Aufruf zur Denunziation. Engartner ruft trotzdem zur Gelassenheit auf. Er sagt: "Zwar müssen Lehrkräfte ihre eigenen Standpunkte als solche transparent machen, aber solange sie darauf hinweisen, dass ihre Sichtweise nur eine von mehreren legitimen Positionen darstellt, ist dies unzweifelhaft zulässig."

Wir möchten uns nun an Lehrerinnen und Lehrer wenden: Wie wirkt sich das Vorgehen der AfD auf Ihren Berufsalltag aus? Sind Sie verunsichert? Haben Sie das Gefühl, Ihren Unterricht vorsichtiger gestalten zu müssen? Haben Sie bereits Erfahrungen mit Schülern oder Eltern gemacht, die Sie irritiert haben?

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