Nur eine Minderheit der deutschen Schulen ist mit moderner digitaler Technik ausgestattet. Dies geht aus der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) hervor.

Wie der VBE herausfand – befragt wurden bundesweit 1.232 Schulleitungen allgemeinbildender Schulen –, gibt es nur in jeder dritten Schule (39 Prozent) in allen Klassen- und Fachräumen Zugang zu schnellem Internet und WLAN. Auch mindestens ein Klassensatz an digitalen Endgeräten wie etwa iPads für Schüler gibt es nur in jeder dritten Schule. Dienstliche Computer und E-Mail-Adressen für Lehrer sind an jeweils einem Drittel der Schulen (19 Prozent) nicht vorhanden.

Deutlich mehr als die vereinbarten fünf Milliarden Euro

Nach Angaben des Verbands hat sich die Situation zwar in einigen Bereichen gebessert. Allerdings hielten die erzielten Fortschritte nicht Schritt mit der tatsächlichen Weiterentwicklung der Gesellschaft und Arbeitswelt. "Wenn sich die Digitalisierung an Schulen in der gleichen Geschwindigkeit vollzieht wie in den letzten fünf Jahren, werden wir erst 2034 erreicht haben, dass es an allen Schulen einzelne Klassensätze an digitalen Endgeräten gibt", sagte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann.

Der VBE fordert deshalb deutlich mehr Geld für die Schulen – vom Bund, von den Ländern und Kommunen. Der Bedarf liege dabei auch weitaus höher als im Digitalpakt Schule vorgesehen.

Dieser Pakt wurde Mitte März beschlossen. Demnach investiert der Bund in den kommenden fünf Jahren fünf Milliarden Euro in die flächendeckende Digitalisierung von Schulen. Derzeit laufen in den Ländern die Vorbereitungen für die schrittweise Umsetzung der Pläne.