Nach einer ersten Prüfung der Mathe-Ergebnisse bayerischer Abiturientinnen und Abiturienten gibt es nach Einschätzung von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) keinen Grund, einzuschreiten. Experten und Expertinnen seien zu der Einschätzung gekommen, dass die Prüfungsaufgaben "anspruchsvoll, aber insgesamt angemessen" gewesen seien, sagte Pazolo. Sie seien fachlich einwandfrei und dem Lehrplan entsprechend gestellt worden. Bezüglich ihres Schwierigkeitsgrads sei die Prüfung "durchaus ambitioniert, aber machbar" gewesen.

Eine Auswertung von Stichproben der Erstkorrektur deutet Piazolo zufolge allerdings daraufhin, dass die Ergebnisse der schriftlichen Abiturprüfung in Mathematik nicht an die der Vorjahre heranreichen. "Nach dem aktuellen Stand scheint das Mathe-Abitur etwas schlechter auszufallen als in den letzten drei, vier, fünf Jahren", sagte der Kultusminister. Die Abweichung liege jedoch "in einer Schwankungsbreite, die bei einigen Fächern üblich ist". In der jüngeren Vergangenheit habe der Notenschnitt im Fach Mathematik in Bayern bei einer Drei gelegen.

Der Kultusminister wies zudem darauf hin, dass Abiturienten in Bayern im Bundesvergleich seit vielen Jahren zu den besten zählten. "Ich bin zuversichtlich, dass unsere Schülerinnen und Schüler auch dieses Jahr wieder gute Abiturdurchschnitte erreichen werden", sagte er.

In Bayern, Hamburg und Niedersachsen hatten sich Schülerinnen und Schüler über die diesjährigen Mathe-Abiturprüfungen beschwert – sie sei zu schwer gewesen. Eine Petition im Internet wurde von 70.000 Menschen unterzeichnet.