Die Zahl der Bafög-Empfänger in Deutschland ist deutlich gesunken. Im vergangenen Jahr bekamen 727.000 Menschen Leistungen nach dem Ausbildungsförderungsgesetz – das sind 55.000 weniger als im Jahr 2017, teilte das Statistische Bundesamt mit. 518.000 der Bafög-Bezieher waren demnach Studenten, 209.000 Schüler. Die Zahl der geförderten Studenten sank damit um 7,1 Prozent, die der geförderten Schüler um 7,3 Prozent.

Auch die durchschnittliche Bafög-Höhe verringerte sich. Im Durchschnitt bezogen Studenten im vergangenen Jahr 493 Euro im Monat und damit sechs Euro weniger als im Jahr davor. Schüler bekamen 454 Euro und damit zwei Euro weniger. Den Angaben zufolge erstreckte sich die Förderung zum Teil nicht über das gesamte Jahr. Zudem ist der Förderbetrag unter anderem abhängig von der Ausbildungsstätte und der Unterbringung.

Ausgaben für Bund sind gesunken

Die Ausgaben des Bundes für Sozialleistung sanken als Folge des Rückgangs bei der Zahl der Bezieher und der Förderhöhe um 233 Millionen Euro auf 2,7 Milliarden Euro – ein Rückgang um 7,9 Prozent.

Für die Schülerförderung flossen der Statistik zufolge 700 Millionen Euro, 53 Millionen Euro weniger als 2017. Für die Förderung der Studenten zwei Milliarden Euro, 179 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.

Zum 1. August 2019 trat eine Reform des Bafög in Kraft. Die Fördersätze werden damit angehoben, ebenso die Einkommensfreibeträge der Eltern. Dadurch sollen mehr junge Leute Bafög-Leistungen beziehen können.