Nach dem Scheitern des geplanten Nationalen Bildungsrats wollen die Länder ein ähnliches Gremium ohne Beteiligung des Bundes gründen. Das berichten unter anderem der Deutschlandfunk und die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Teilnehmende der Kultusministerkonferenz in Berlin. Demnach einigten sich die Ministerinnen und Minister darauf, einen wissenschaftlichen Beirat zu schaffen, der die Länder in Bildungsfragen beraten und Empfehlungen entwickeln soll.

Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte dem Deutschlandfunk, damit werde die Grundidee des Nationalen Bildungsrats aufgenommen. Es sei nicht richtig, dass der Bund Vorgaben mache und die 16 Bundesländer diese dann umsetzen sollten, sagte Eisenmann.

Der von der Bundesregierung geplante Nationale Bildungsrat war kürzlich de facto gescheitert, weil Baden-Württemberg und Bayern ausstiegen. Der Rat sollte länderübergreifend für eine bessere Vergleichbarkeit und gemeinsame Qualitätsstandards an Schulen sorgen.

Die Kultusministerkonferenz tagt noch bis Freitag. Dabei soll es auch um mögliche Konsequenzen aus dem schlechteren Abschneiden deutscher Schüler in der Pisa-Studie gehen. Außerdem wollen die Kultusminister über die Vorausberechnung der Schülerzahlen und den Bedarf an Lehrereinstellungen bis 2030 sprechen.