Die öffentlichen Bildungsausgaben in Deutschland haben sich im Jahr 2018 auf 138,8 Milliarden Euro erhöht. Dies waren 4,6 Milliarden Euro oder 3,5 Prozent mehr als im Jahr 2017. Das teilte das Statistische Bundesamt im Bildungsfinanzbericht 2019 mit. An den Ausgaben beteiligten sich der Bund mit 10 Milliarden Euro, die Länder mit 97,8 Milliarden Euro und die Gemeinden mit 31 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr schwächte sich der Zuwachs den Angaben zufolge etwas ab. 2017 waren die öffentlichen Bildungsausgaben noch um 5 Milliarden Euro beziehungsweise 3,9 Prozent gegenüber 2016 gestiegen.

Die durchschnittlichen öffentlichen Bildungsausgaben je Einwohnerin und Einwohner unter 30 Jahren betrugen demnach rund 5.500 Euro und damit 1.300 Euro mehr als 2010. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung wurden rund 1.700 Euro pro Kopf für Bildung ausgegeben. 2010 waren es 1.300 Euro. Damit waren die Ausgaben im Jahr 2018 um 30,7 Prozent höher als 2010.

Mit 69,2 Milliarden Euro floss knapp die Hälfte der Ausgaben in die Schulen, 30,6 Milliarden Euro gingen an die Hochschulen und 28,5 Milliarden Euro an die Kindertagesbetreuung. Seit 2010 sind mit 81,2 Prozent vor allem die Ausgaben für Kindertagesbetreuung deutlich gestiegen. Laut dem Bundesamt hängt die Zunahme eng zusammen mit dem öffentlich finanzierten Ausbau der Tagesbetreuung sowie dem 2013 eingeführten Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Die Ausgaben für Hochschulen erhöhten sich seit 2010 um 35,9 Prozent und für Schulen um 17,2 Prozent.

Das Statistische Bundesamt erstellt den Bildungsfinanzbericht jährlich. Auftraggeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die Kultusministerkonferenz.