Das Kultusministerium Niedersachsen hat die Viertagewoche an einer Grundschule im Ammerland gekippt. Gut so. Aber die Probleme bleiben. Denn eigentlich wäre sogar die Sechstagewoche an der Schule optimal.
Weil drei Lehrer an der Grundschule in Wiefelstede fehlten, hatte die Schulleiterin die Viertagewoche eingeführt – in Absprache mit den Schulbehörden, was das Ministerium zunächst leugnete, dann aber einräumen musste. Nun heißt es, eine Überprüfung habe ergeben, "dass Spielräume bestehen, um durchgängige Schulpräsenz an allen Wochentagen für alle Schuljahrgänge zu sichern." Es sind die üblichen Maßnahmen: Klassen werden zusammengelegt, der Lehrplan "umgestellt", Sozialarbeiterinnen für den Unterricht herangezogen, eine "Feuerwehrlehrkraft" ist aufgetrieben worden. Kurzum: die "Schulpräsenz" wird zwar garantiert, aber die Qualität des Unterrichts sinkt. Die Belastung für die verbliebenen Lehrkräfte steigt, und der nächste Krankheitsfall ist absehbar: Katastrophe auf Wiedervorlage.