Die Fokker 100 war am Morgen in Berlin-Tegel gestartet. Gegen 10.40 Uhr musste sie auf dem Zielflughafen Stuttgart notlanden. Der Pilot hatte Probleme am Fahrwerk der Maschine gemeldet. Bei der Landung war eines der beiden Fahrwerke nicht vollständig ausgefahren. Es kam zu einer Bruchlandung.

Wie der Flughafen mitteilte, erlitten fünf Fluggäste einen Schock. Eine Flugbegleiterin sei verletzt und zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden. Zuvor hatten die Insassen das Flugzeug über den Notausstieg mit Rutschen verlassen müssen. Unterdessen wurden die Passagiere psychologisch betreut.

Wie die SPD inzwischen bestätigte, befand sich auch SPD-Chef Franz Müntefering an Bord der Contact-Air-Maschine. Er blieb unverletzt.

"Es war eine ernste, sehr ernste Situation. Wir sind lange gekreist, haben den Anflug versucht und mussten dann notlanden", sagte der 69-Jährige seiner Parteizentrale zufolge. Alle Insassen hätten sich sehr diszipliniert verhalten. "Unser Dank gilt dem Kapitän, der eine Meisterleistung hingelegt hat, und seiner Crew, die die Situation professionell gehandhabt hat."

Bereits während des Flugs hatte der Pilot festgestellt, dass sich das Hauptfahrwerk nicht komplett ausfahren ließ. Er informierte den Flughafen Stuttgart. Die Verantwortlichen dort lösten Großalarm aus: Sie setzten Rettungs- und Feuerwehrkräfte in Alarmbereitschaft und legten einen Schaumteppich auf der Landebahn aus, auf dem die Maschine bruchlandete.

Die Start- und Landebahn des Flughafens werde voraussichtlich noch bis zum frühen Abend gesperrt sein, hieß es. Passagiere müssten mit Flugausfällen und mehrstündigen Verspätungen rechnen.