Der Generalstaatsanwalt bestätigte die Vorwürfe am Montag in Teheran. Die drei Rucksacktouristen Shane Bauer, Sarah Shourd und Josh Fattal waren an der irakischen Grenze vom iranischen Militär festgenommen worden. Nach Angaben der Behörden in Teheran sind die Amerikaner keine Touristen, sondern Journalisten, die für pro-israelische Internetseiten arbeiten.

US-Außenministerin Hillary Clinton wies die Vorwürfe zurück und forderte die sofortige Freilassung ihrer Landsleute. "Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass es keine Beweise gibt, die eine Anklage stützen, wie auch immer sie lauten mag", sagte Clinton am Rande ihres Berlin-Besuchs am Montag. In Iran ist die journalistische Arbeit für Ausländer ohne vorherige Akkreditierung streng verboten. Es war jedoch unklar, ob die US-Bürger die Grenze zu Iran aus beruflichen Gründen überschritten hatten. Familienmitgliedern zufolge betraten sie das iranische Territorium versehentlich.

In iranischen Medien wurden die drei Amerikaner als "Zionisten" bezeichnet. Bei Shane Bauer handele es sich um einen US-Amerikaner jüdischen Glaubens, der für den San Francisco Chronicle und den Christian Science Monitor arbeite. Seine Begleiterin Sarah Shourd schreibe für die politische Website Matador. Joshua Fattal arbeite für eine israelische Wochenzeitschrift, hieß es in Zeitungsberichten.