Die beiden Männer im Alter von 45 and 55 Jahren wurden nach Medienberichten am Sonntag im ölreichen Niger-Delta im Bundesstaat Abia verschleppt, als sie einen Ausflug an einen Strand machten. Das Auswärtige Amt bestätigte, dass es sich dabei um eine Entführung handelt. "Wir müssen davon ausgehen, dass die beiden Männer entführt wurden", sagte ein Sprecher. Zusammen mit den örtlichen Behörden werde nun versucht, ihre Freilassung zu erreichen. In den Fall ist auch das Krisenreaktionszentrum des Ministeriums eingeschaltet.

Einer der Männer lebt in Nigeria. Der andere Entführte kommt aus Niedersachsen und ist für eine deutsche Firma in dem westafrikanischen Land tätig. In den vergangenen Jahren wurden bereits Hunderte von Beschäftigten der ölfördernden Industrie im Niger-Delta entführt. Die meisten Opfer kamen nach der Zahlung von Lösegeld wieder unversehrt frei.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Entführung.

In Nigeria wurden seit 2006 immer wieder Ausländer und Einheimische verschleppt, die meisten von ihnen arbeiten in der Ölindustrie. Viele kommen nach kurzer Zeit wieder frei, allerdings oftmals erst nach Zahlung von Geld.

Bereits im Juni vergangenen Jahres entführten Unbekannte im Jemen eine deutsche Familie aus Sachsen. Von dem Ehepaar mit seinen drei Kindern gibt es schon seit längerer Zeit keine Lebenszeichen mehr.