Das Öl bedroht die Küstengebiete der US-Bundesstaaten Louisiana, Alabama und Mississippi. Nun überlegen die US-Behörden, den Ölteppich im Golf von Mexiko kontrolliert zu verbrennen. Bislang seien alle Versuche, mit Unterwasserrobotern die Lecks am Förderrohr zu stopfen, gescheitert, sagte die Sprecherin der Küstenwache, Mary Landry, zur Begründung. Die Rettungskräfte hätten zudem mit dem Bau einer riesigen Schutzglocke zur Abdeckung der gesunkenen Bohrinsel begonnen, die verhindern soll, dass sich der Ölteppich weiter ausbreitet.

Der Ölfilm, der nach dem Sinken der Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko treibt, hat sich nach Angaben der Küstenwache flächenmäßig verdreifacht. Streckenweise habe er bereits eine Länge von rund 120 Kilometern, an einigen Stellen sei er mehr als 70 Kilometer breit. Allerdings handele es sich nicht um einen dickflüssigen Ölteppich, sondern eher um ein dünnes Wasser-Öl-Gemisch.

Die von BP betriebene Bohrinsel war vor einer Woche nach einer Explosion in Brand geraten und am Donnerstag gesunken. Nach wie vor sprudeln täglich rund 140 Tonnen Rohöl in etwa 1500 Metern Tiefe ins Meer. Experten des Ölkonzerns BP versuchen weiterhin, die Lecks am Förderrohr mithilfe von Mini-Robotern abzudichten.