Die Supermarktkette Panda stellte bei einem Pilotprojekt 16 Kassiererinnen für eine ihrer Filialen in der Stadt Dschiddah am Roten Meer ein, wie das Unternehmen mitteilte. Die Kassen dürfen allerdings nur von Frauen und Familien genutzt werden. Die Kassiererinnen tragen zudem nicht die bei Männern übliche Supermarkt-Uniform, sondern müssen sich mit einem Schleier und einem traditionellen langen schwarzen Mantel (Abaja) verhüllen. In dem streng muslimischen Land wird stark auf die Trennung von Männern und Frauen geachtet.

"Verglichen mit Männern sind Frauen fleißiger", begründete Unternehmenssprecher Tarik Ismail den Schritt. Sollte der Versuch gut verlaufen, werde Panda im ganzen Land Kassiererinnen beschäftigen – unter der Bedingung, dass das Arbeitsministerium dies billige.

In konservativen Kreisen deutete sich aber bereits Widerstand gegen die Pläne des Unternehmens an. Ein für seine konservative Haltung bei der Geschlechtertrennung bekannter Gelehrter rief in der vergangenen Woche zu einem Boykott der Panda-Filialen auf.