Wie chinesische staatliche Medien berichten, werden noch 1300 Menschen vermisst. Soldaten durchsuchten die Trümmer eingestürzter Häuser nach Überlebenden. Andere versuchten, mit schwerem Gerät und Sprengstoff einen Damm aus Schlamm und Geröll an einem Fluss oberhalb der am Sonntag schwer verwüsteten Stadt Zhouqu zu sprengen, um so eine weitere Flutwelle zu verhindern.

Am Sonntagabend hatte Ministerpräsident Wen Jiabao das Katastrophengebiet besucht. "Um die Leben derjenigen zu retten, die unter den Trümmern verschüttet sind, ist jetzt der entscheidende Zeitpunkt gekommen", zitierte die Nachrichtenagentur Xinhua den Regierungschef. Der Agentur zufolge wurden knapp 3000 Soldaten und Hunderte Mediziner in das Katastrophengebiet entsandt. 

Nach heftigen Regenfällen waren am Sonntag im tibetischen Teil der Provinz Gansu mehrere Erdrutsche niedergegangen. Ein Erdrutsch hatte den Fluss oberhalb von Zhouqu aufgestaut. Später stürzten die Wasser- und Schlammmassen talwärts in die Bezirksstadt, überfluteten sie und zerstörten mehrere Häuser.

Auch in anderen Landesteilen Chinas haben die Menschen mit starken Regenfällen und Erdrutschen zu kämpfen. Nach Angaben der Behörden starben in diesem Jahr bereits mehr als 1500 Menschen durch Überschwemmungen, Hunderte würden noch vermisst.